März 22, 2021 Von admin Aus

Schnelltest, Selbsttest und PCR-Test – worin unterscheiden sie sich?

Zur Lockerung von Corona-Beschränkungen setzt die Bundesregierung auf Tests, die nicht extra im Labor ausgewertet werden müssen. Welche Tests leisten was? Und wie teuer sind sie?

Unterschiede
Selbsttests können ohne Vorkenntnisse durchgeführt werden. Zudem erfolgt die Probeentnahme im Gegensatz zu Schnelltests nur aus dem vorderen Bereich der Naseninnenwand. Somit entfällt, bei korrektem Gebrauch, der schmerzhaftere Nasen- oder Rachenabstrich. In Zukunft könnten noch Gurgel- und Spucktests hinzukommen.

Schnelltest
Schnelltests kommen durch geschultes Personal etwa in Apotheken, Testzentren, Unternehmen oder Praxen zum Einsatz. Hierbei wird ein Nasen- oder Rachenabstrich genommen. Die Probe kommt auf einen Streifen, der nach 15 bis 20 Minuten mit einer Verfärbung reagiert. Seit dem 8. März können sich alle Bundesbürger einmal pro Woche kostenlos in Testzentren vor Ort, den Apotheken oder Hausarztpraxen testen lassen. Für alle weiteren Testungen, die darüber hinaus stattfinden, muss der Patient die Kosten selbst tragen.

Selbsttest
Die Selbsttests für zu Hause können vor allem in konkreten Alltagssituationen helfen, etwa bei Privatbesuchen oder zum Einlass in Bürogebäuden. Die Tests werden Online, in Apotheken oder Geschäften angeboten. Die Corona-Selbsttests funktionieren ganz ähnlich wie die Schnelltests. Mit dem Vorteil, dass Sie durch die neue Generation, keinen tiefen Nasenabstrich mehr durchführen lassen müssen. Bei dem Selbsttest oder auch Laientest reicht ein Nasenabstrich aus 2,5 cm zu Probeentnahme aus. Somit können Sie den Selbsttest problemlos zu Hause vor einem Spiegel durchführen. Auch hier liegt das Ergebnis nach rund 15 Minuten vor. Die Kosten für den Selbsttest übernimmt entweder der Arbeitgeber oder wird vom Verbraucher derzeit noch selbst tragen. Der Selbsttest gilt aber auch als Mittel für eventuelle Öffnungsstrategien. So können die Selbsttest zum Beispiel bei körpernahen Dienstleistungen, Events, Restaurants, oder im Einzelhandel direkt vor Ort eingesetzt werden, ohne das es dafür medizinisches Personal zur Durchführung bedarf.

Sind die Ergebnisse sicher?
Sowohl beim Schnell- als auch beim Selbsttest gilt: Ein positives Ergebnis muss unbedingt durch einen PCR-Test überprüft werden. Und auch bei einem negativen Ergebnis sind die Corona-Regeln weiterhin einzuhalten.

PCR-Test
Der klassische PCR-Labortest wird von Fachpersonal in den errichteten Testzentren durchgeführt. Die Probenentnahme erfolgt dabei in der Regel nur mit Terminvereinbarung und entsprechender telefonischer Rücksprache mit dem Patienten oder der Praxis, die den Patienten überwiesen hat. In diesem Fall handelt es sich auch um eine Kassenleistung. Der Patient trägt die Kosten für den PCR-Test nicht. Erfolgt eine Testung ohne Überweisung – beispielsweise aufgrund von Einreisevorschriften an Flughäfen – müssen mit Kosten von etwa 60 Euro gerechnet werden. In einigen Bundesländern liegen die Preise allerdings bei bis zu 190 Euro. Bei einem PCR-Test dauert es zwischen 48 und 72 Stunden, ehe ein Ergebnis vorliegt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Diese Inhalte dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.